Festliche Kleider

Der Geist jeder neuen Zeit macht sich auch in der Mode bemerkbar. Die Befreiung der Persönlichkeit von mittelalterlichen Bindungen verlangte gebieterisch das Aufgeben der überkommenen, nach Ständen geordneten Bekleidung. Besonders dem aufstrebenden Bürgertum mag es unerträglich erschienen sein, der verarmten Aristokratie, den ritterlichen Söldnern und den durch Straßenraub sich nährenden adligen „Schnapphähnen” gegenüber durch Kleidervorschriften nachgeordnet zu werden. Zunächst wurde – wie wir gesehen haben – die am prachtliebenden burgundischen Hofe übliche festliche Kleider übernommen, freilich nach Geschmack und Vermögen abgewandelt, ehe es zur Ausbildung einer typischen, wenn auch abwechslungsreichen Mode kam. Die alte Standestracht blieb Amtstracht für Geistliche oder Soldaten etwa.

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